Wärmequellen
Der rote Punkt ist nicht immer ein Feuer
Feuerdetektionssatelliten melden Wärme, nicht Flammen. Diese Karte gleicht jede Detektion mit 75.194 dokumentierten industriellen und natürlichen Wärmequellen ab, zusammengefasst zu 50.057 Standorten in 15 Kategorien — damit ein Stahlwerk als Stahlwerk zu lesen ist.
Was die Satelliten tatsächlich sehen
Ein Feuerdetektionssatellit trägt ein Infrarot-Radiometer. Er sieht keine Flammen: Er sieht ein Bodenpixel, das heißer ist als die Pixel ringsum. Ein Hochofen, eine Fackel, ein Lavasee und ein brennender Wald erzeugen alle dieselbe Signatur.
Genau dafür veröffentlicht die NASA eine Maske der dauerhaften Hitzepunkte, doch sie darf nicht weitergegeben werden. Die Verzeichnisse, mit denen die NASA diese Maske filtert, sind offen — also gleicht diese Karte die Detektionen selbst mit ihnen ab.
Wenn jede Detektion eines Clusters auf einem dokumentierten Standort liegt, setzt die Karte ein Piktogramm mit dessen Namen dazu. Die Feuer-Lesart selbst wird nie verborgen: Eine industrielle Zuordnung ist nicht sicher genug, um damit ein Feuer zu löschen.
Die fünfzehn Kategorien
Jede Kategorie hat ihr eigenes Piktogramm auf der Karte und ihre eigene Zahl im Katalog.
Stahlwerk2.529
Zementwerk3.110
Petrochemieanlage295
Nichteisenmetallwerk71
Bergbau- oder Mineralaufbereitungsanlage3.008
Gasfackel9.351
Vulkan1.222
Kohlekraftwerk2.460
Gaskraftwerk5.069
Ölkraftwerk2.452
Biomassekraftwerk4.017
Geothermiekraftwerk315
Kernkraftwerk223
Solarpark39.588
Kraftwerk1.484
Strahlt gerade jetzt
Auf diesem Server ist noch kein Sammelzyklus abgeschlossen. Das heißt nicht, dass nichts strahlt — es heißt, dass noch nichts angeschaut wurde.
Fragen, die Leser stellen
- Was bedeuten die roten Punkte auf einer Feuerkarte?
- Jeder Punkt ist die Mitte eines Satellitenpixels, in dem der Boden bei einem Überflug messbar heißer war als seine Umgebung. Er markiert Wärme, kein bestätigtes Feuer, und seine Position trägt einige hundert Meter Unsicherheit.
- Warum liegt über einer Fabrik ein dauerhafter Hitzepunkt?
- Weil die Fabrik tatsächlich heiß ist. Hochöfen, Zementöfen, Raffinerien und Fackeln strahlen Tag und Nacht und werden deshalb bei fast jedem Überflug erkannt. Es sind dokumentierte Standorte, und diese Karte benennt sie, statt ein dauerhaftes Feuer auf Ihrem Bildschirm stehen zu lassen.
- Was ist ein thermischer Hotspot?
- Das ist der Oberbegriff für jedes Pixel, das als ungewöhnlich heiß gemeldet wird: ein Waldbrand, aber auch ein Vulkan, eine Gasfackel, ein Industrieofen oder von einem Solarpanel gespiegeltes Sonnenlicht.
- Wie viele industrielle Wärmequellen sind hier katalogisiert?
- {sites} dokumentierte Standorte, zu {complexes} Komplexen zusammengefasst, weil sich oft mehrere Anlagen ein Gelände teilen, verteilt auf {categories} Kategorien vom Stahlwerk bis zum Vulkan.
Was diese Messung ist — und was nicht
- Strahlungsleistung ist das Infrarot, das ein Sensor in dem Moment empfing, als er darüber hinwegzog. Sie misst weder Emissionen noch Verschmutzung noch irgendeinen Beitrag zum Klimawandel — ein Solarpark kann die Liste allein durch reflektiertes Sonnenlicht anführen.
- Eine Quelle, die auf dieser Seite fehlt, ist keine ruhende Quelle: Ein Polarsatellit überfliegt sie zweimal am Tag, Wolken verdecken den Boden, und ein Standort, der zwischen zwei Überflügen heiß war, wurde nie gesehen.
- Der Standortkatalog ist eine Momentaufnahme, von Hand neu erstellt. Ein Werk, das nach dem letzten Aufbau in Betrieb ging, fehlt darin, und ein stillgelegtes Werk steht noch darin.
Woher die Daten stammen
Die Detektionen stammen von NASA FIRMS (LANCE / EOSDIS). Die Standorte sind weder Daten der NASA noch unsere eigenen: Sie kommen von der Smithsonian Institution für Vulkane, von der Weltbank mit der NOAA und der Colorado School of Mines für Gasfackeln, vom World Resources Institute für Kraftwerke, von der Spatial Finance Initiative für Zement, Stahl und Petrochemie, von Global Energy Monitor für Stahl und vom U.S. Geological Survey für Bergbaustandorte.